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Das Schloss 
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Mar 22, 2005 at 04:09 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 19 + 20
Das neunzehnte Kapitel
Wahrscheinlich wäre er ebenso gleichgültig an Erlangers Zimmer vorübergegangen, wenn Erlanger nicht in der offenen Türe gestanden wäre und ihm zugewinkt hätte. Ein kurzer, einmaliger Wink mit dem Zeigefinger. Erlanger war zum Weggehen schon völlig bereit, er trug einen schwarzen Pelzmantel mit knappem, hochgeknöpftem Kragen.
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Mar 22, 2005 at 04:08 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 18
Das achtzehnte Kapitel
Da sah K., wie er ziellos umherblickte, weit in der Ferne an einer Wendung des Ganges Frieda; sie tat, als erkenne sie ihn nicht, blickte nur starr auf ihn, in der Hand trug sie eine Tasse mit leerem Geschirr. Er sagte dem Diener, der aber gar nicht auf ihn achtete - je mehr man zu dem Diener sprach, desto geistesabwesender schien er zu werden -, er werde gleich zurückkommen, |
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Mar 22, 2005 at 04:07 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 16 + 17
Das sechzehnte Kapitel
Als er dann auf der Straße war, sah er, soweit die trübe Nacht es erlaubte, weiter oben vor des Barnabas Haus noch immer den Gehilfen auf und ab gehen, manchmal blieb er stehen und versuchte durch das verhängte Fenster in die Stube zu leuchten. K. rief ihn an; ohne sichtlich zu erschrecken, ließ er von dem Ausspionieren des Hauses ab und kam auf K. zu. "Wen suchst du?" fragte K. und prüfte am Schenkel die Biegsamkeit der Weidenrute.
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Mar 22, 2005 at 04:05 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 14 + 15
Das vierzehnte Kapitel
Endlich - es war schon dunkel, später Nachmittag - hatte K. den Gartenweg freigelegt, den Schnee zu beiden Seiten des Weges hochgeschichtet und festgeschlagen und war nun mit der Arbeit des Tages fertig. Er stand am Gartentor, im weiten Umkreis allein. Den Gehilfen hatte er vor Stunden schon vertrieben, eine große Strecke gejagt; dann hatte sich der Gehilfe irgendwo zwischen Gärtchen und Hütten versteckt, |
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Mar 22, 2005 at 04:03 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 13
Das dreizehnte Kapitel
Kaum waren alle fort, sagte K. zu den Gehilfen: "Geht hinaus!" Verblüfft durch diesen unerwarteten Befehl, folgten sie, aber als K. hinter ihnen die Tür zusperrte, wollten sie wieder zurück, winselten draußen und klopften an die Tür. "Ihr seid entlassen!" rief K. "Niemals mehr nehme ich euch in meine Dienste." Das wollten sie sich nun freilich nicht gefallen lassen und hämmerten mit Händen und Füßen gegen die Tür.
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Mar 22, 2005 at 04:02 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 10, 11 + 12
Das zehnte Kapitel
Auf die wild umwehte Freitreppe trat K. hinaus und blickte in die Finsternis. Ein böses, böses Wetter. Irgendwie im Zusammenhang damit fiel ihm ein, wie sich die Wirtin bemüht hatte, ihn dem Protokoll gefügig zu machen, wie er aber standgehalten hatte. Es war freilich keine offene Bemühung, im geheimen hatte sie ihn gleichzeitig vom Protokoll fortgezerrt; schließlich wußte man nicht, ob man standgehalten oder nachgegeben hatte.
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Mar 22, 2005 at 04:01 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 8 + 9
Das achte Kapitel
Zunächst war K. froh, dem Gedränge der Mägde und Gehilfen in dem warmen Zimmer entgangen zu sein. Auch fror es ein wenig, der Schnee war fester, das Gehen leichter. Nur fing es freilich schon zu dunkeln an, und er beschleunigte die Schritte.
Das Schloß, dessen Umrisse sich schon aufzulösen begannen, |
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Mar 22, 2005 at 04:00 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 7
Das siebente Kapitel
Oben traf K. den Lehrer. Das Zimmer war erfreulicherweise kaum wiederzuerkennen, so fleißig war Frieda gewesen. Es war gut gelüftet worden, der Ofen reichlich geheizt, der Fußboden gewaschen, das Bett geordnet, die Sachen der Mägde, dieser hassenswerte Unrat, einschließlich ihrer Bilder, waren verschwunden, |
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Mar 22, 2005 at 03:59 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 6
Das sechste Kapitel
Vor dem Wirtshaus erwartete ihn der Wirt. Ohne gefragt zu werden, hätte er nicht zu sprechen gewagt, deshalb fragte ihn K., was er wolle. "Hast du schon eine neue Wohnung?" fragte der Wirt, zu Boden sehend. "Du fragst im Auftrage deiner Frau", sagte K., "du bist wohl sehr abhängig von ihr?" - "Nein", sagte der Wirt, "ich frage nicht in ihrem Auftrag. Aber sie ist sehr aufgeregt und unglücklich deinetwegen, |
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Mar 22, 2005 at 03:58 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 4 + 5
Das vierte Kapitel
Er hätte gern mit Frieda vertraulich gesprochen, aber die Gehilfen, mit denen übrigens Frieda hie und da auch scherzte und lachte, hinderten ihn daran durch ihre bloße, aufdringliche Gegenwart. Anspruchsvoll waren sie allerdings nicht, sie hatten sich in einer Ecke auf dem Boden auf zwei alten Frauenröcken eingerichtet. Es war, wie sie mit Frieda besprachen, ihr Ehrgeiz, den Herrn Landvermesser nicht zu stören und möglichst wenig Raum zu brauchen, |
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Mar 22, 2005 at 03:56 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 3
Das dritte Kapitel
Im Ausschank, einem großen, in der Mitte völlig leeren Zimmer, saßen an den Wänden bei Fässern und auf ihnen einige Bauern, die aber anders aussahen als die Leute in K.s Wirtshaus. Sie waren reinlicher und einheitlicher in graugelblichen, groben Stoff gekleidet, die Jacken waren gebauscht, |
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Mar 22, 2005 at 03:55 PM |
Franz Kafka - Das Schloss - Kapitel 1 + 2
Das erste Kapitel
Es war spät abends, als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schloßberg war nichts zu sehen, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schwächste Lichtschein deutete das große Schloß an. Lange stand K. auf der Holzbrücke, die von der Landstraße zum Dorf führte, und blickte in die scheinbare Leere empor.
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